Geschichte des Boogie Woogie

 

Beim Boogie Woogie handelt es sich um einen Vorläufer des Rock ’n’ Roll. Seinerseits stammt er vom Swing ab, dessen Wurzeln in den Musikkneipen der US-amerikanischen Ghettos in den 20er Jahre liegen.

 

Im New York Savoy Ballroom im Herzen Harlems, wurde mit dem Swing erstmals ein Paartanz kreiert, der nicht auf vorgeschriebenen Schrittfolgen basierte, sondern allein von der Improvisation der Tänzer und Tänzerinnen lebte. Der Tanz schien geradezu revolutionär: (fast) alles war erlaubt – Hauptsache, die Paare bewegten sich im Takt der Musik. So konnte sich beim Swingtanz die spielerische Bewegungsfantasie der Schwarzen mit typisch weißen Tanzelementen vermischen.

Nur wenige Zeit später erfuhr der Swing eine Abwandlung - den Lindy Hop. Der Name war gut gewählt, denn beim Lindy Hop flogen die Damen durch die Luft, wurden von ihren Tanzpartnern über den Kopf geworfen und um die Hüften gewickelt.

 

Nach 1945 schwappte dann die Swingmusik, vorgetragen von riesigen Bigbands, unaufhaltsam über den Atlantik. Und mit der Musik kam ein ganz neuer Tanz – der Boogie Woogie.

 

Diesmal handelte es sich jedoch nicht nur um eine reine Namensänderung des Swingtanzes – die Swingmusik selbst hatte eine Veränderung erfahren. Der gute alte Blues war in Amerika neu überarbeitet worden, mit einer fließenden Pianospielweise, aufgebaut auf der Bassbegleitung der linken Hand. Das spiegelte sich auch im Tanzstil wider: Obwohl der Boogie Woogie im Prinzip so getanzt wurde wie der Swing, kamen die Paare nicht ins Schaukeln. Dazu war bei der schnellen Musik gar keine Zeit. Rasend schnelle Füße, allein aus der Hüfte getanzt. Der Boogie-Rhythmus, viel schneller als zuvor beim Swing, war wie ein Rausch, der oft bis zur körperlichen Erschöpfung ausgelebt, getanzt wurde.

 

In den 50er Jahren kam dann der Rock ’n’ Rollaus den Vereinigten Staaten.

In unserer heutigen Zeit hat sich der Rock ’n’ Roll zu einem reinen Turnhallen- und Turniersport entwickelt, der nur noch den Namen mit dem einstigen wilden Tanz und dem Flair der 50er Jahre gemein hat. Bei den Turnieren – einer Mischung aus Jazz Dance und Akrobatik – hört man Disco-Musik, die sich für die hüfthohen Fußkicks besonders gut eignet. Doch auch der Boogie Woogie-Tanz ist moderner geworden. Vor allem in den 70er und 80er Jahren erinnerte sein Grundschritt und der Tanzstil mehr an den Rock ’n’ Roll der 50er Jahre, als an den super-schnellen Boogie der späten 40er.

 

Doch diese wilden Jahre sind heute Geschichte. Back to the Roots heißt das Motto. Musikinterpretation, aus der Hüfte getanzt, mit schnellen Füßen – damit hebt sich das Boogie-Tanzpaar von anderen Paaren ab. Seit einigen Jahren fließen immer mehr Swingelemente in den Boogietanz ein – eine Entwicklung, die sich auch am veränderten Musikgeschmack der Tänzerinnen und Tänzer ablesen lässt. Statt nach typischer Piano-Musik tanzt man hier auch schon mal nach „Rock around the Clock“ oder swingigem Bigbandsound.

 

Vergleich zu Rock ’n’ Roll

 

Anfangs muss man sagen, dass sich der Tanz Rock ’n’ Roll' aus Boogie-Woogie entwickelt hat. Der wesentliche Unterschied zu Rock ’n’ Roll besteht darin, dass man bei Boogie-Woogie kein im vorhinein einstudiertes Programm, sondern völlig frei zu der Musik tanzt, dies ist auch der Grund, warum Boogie-Woogie in Lokalen getanzt wird und Rock ’n’ Roll nicht. Weiters werden beim Boogie-Woogie weniger Akrobatische Figuren wie z. B. Salti getanzt.

Boogie-Woogie wird normalerweise zu Musik der 1950er/1960er Jahre getanzt, kann aber auch zu Disco Musik oder zu Reggae Musik getanzt werden.

Dadurch, dass Boogie-Woogie frei zur Musik getanzt wird, werden zwei Rollen verteilt: Follower und Leader. Der Leader (Herr) hat die Aufgabe die Figuren einzuleiten und zu führen. Der Follower (Dame) hat die Aufgabe der Führung zu folgen. Die Aufgaben von beiden sind gleichermaßen anspruchsvoll, da die Dame auf jede Bewegung des Herrn achten muss, und der Herr sich die Figuren überlegen muss, um sie so einzusetzen, dass sie auf die Musik passen - gleichzeitig muss der Herr für Impulse, die von der Dame ausgehen, offen sein, um auch darauf zu reagieren.

 

Quelle: Wikipedia

 

THE BASEBALLS

Am Dienstag, 1. November 2011, hatten wir die grosse Ehre,bei dem Baseballskonzert in der Maag-Event-Halle aufzutreten ; )

 

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Schweizermeister

Nach 2009, 2010, 2011 und 2012 sind wir 2013 zum fünften Mal Schweizermeister.Wir danken allen für die tolle Unterstützung!

 

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Bligg und Jan